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 Silicone Valley - Die 14 Troubleshooters



H.P. Muster (2 Minuten Online): Herr Röllin, wie kam es zum Werk "Silicone Valley"?

Nick Röllin: Silicone Valley entstand aus Anlass einer Ausstellung in Visp und war als Hommage an das Tal aller Täler, eben das Wallis, gedacht. 

HPM: Was hat denn das Wallis mit Silikon zu tun?

NR: Silikon ist ein Inbegriff für Künstlichkeit in allen Belangen. Das passt ausgezeichnet zum Wallis, das ja nicht gerade für eine unberührte Natürlichkeit steht. Im Weiteren ist Silikon weich, dauerelastisch und kommt überall zur Anwendung, wo irgendwelche Mängel festgestellt werden. Man stopft fehlende Körpervolumen, man beschichtet suboptimale Oberflächen, man überbrückt unbefriedigende Risse und Fugen – alles mit Silikon. Silikon ist unser Little Helper in allen Belangen.

HPM: Was wollen uns die Figuren sagen?

NR: Das Bedürfnis nach externen Rettern, Helden, Führern oder Idolen mit übermenschlichen Kräften zieht sich durch alle Kulturen und Gesellschaften. In der christlich-katholischen Tradition, die ja im Wallis noch recht verbreitet ist, existiert zum Beispiel das Konzept der 14 Nothelfer. Diese exakt definierten Heiligen konnten in entsprechenden Notlagen angerufen und um Hilfe gebeten werden. Meine 14 Troubleshooters sind moderne Superhelden, die uns jederzeit beistehen. Sie heilen die Risse und Mängel in unserem Leben.

HPM: Wie das?

NR: Die 14 Troubleshooters aus extra-weichem Silikon liegen schön in der Hand und lassen sich wunderbar knuddeln. Sie sind dauerhaft positiv gestimmt, topmotiviert und versetzen uns unweigerlich in gute Laune. Dazu sind sie abwasch- und fast unzerstörbar.